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Aktuelles

Entlastung von Lehrkräften erster Schritt / Arbeitszeitverordnung muss dringend verändert werden

Veröffentlicht: Montag, 12. Februar 2018
Hannover, 18. Januar 2018: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen sieht die Ankündigung von Kultusminister Grant Hendrik Tonne positiv, Lehrkräfte von Verwaltungsarbeiten zu befreien. Auch den Wegfall der bisherigen Schulinspektion, die von einer „Fokusevaluation“ ersetzt werden soll, beurteilt die GEW als Schritt in die richtige Richtung. Allerdings bleiben aus ihrer Sicht Fragen offen.
GEW-Vorsitzende
„Es ist gut, dass die angeschobenen Vorhaben zur Entlastung der Schulen von Verwaltungstätigkeiten bei der Einstellung pädagogischer Mitarbeiter umgesetzt werden“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth. Auch dafür habe die GEW in den vergangenen Jahren gekämpft. „Als erste entlastende Maßnahme für Schulleitungen sieht die GEW das Vorhaben des Kultusministers positiv. Letztlich darf dieser Schritt jedoch keinesfalls die Novellierung der Arbeitszeitverordnung mit spürbaren Entlastungen für Lehrkräfte ersetzen!“, betonte sie. Sie nehme den Minister beim Wort, dass es hierbei kein Entweder-oder geben werde.
Die geplante Ablösung der Schulinspektion durch eine Fokusevaluation kann aus Sicht der GEW Niedersachen ein Instrument zur Weiterentwicklung der Schulen werden. „Jetzt kommt es darauf an, dass es nicht bei einer reinen Bestandsaufnahme bleibt. Die Schulen müssen konkrete Hilfen beispielsweise in Form von Fortbildungen bekommen. Das System der Beratung und Unterstützung muss ebenfalls weiter entwickelt werden“, forderte Pooth. Allerdings blieben Fragen offen, zum Beispiel inwiefern Beratung und Unterstützung von der Schulaufsicht getrennt werden könne und wie Lehrkräfte Zugang zu diesem System erhielten. Das müsse aus Sicht der Landesvorsitzenden in Absprache mit der GEW geklärt werden.

GEW und GdP fordern Weihnachtsgeld für Beamtinnen und Beamte

Veröffentlicht: Montag, 18. Dezember 2017
Die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth und GdP-Landesvorsitzender Dietmar Schilff überreichten am Nachmittag an Vertreterinnen und Vertreter der Regierung sowie der Fraktionen eine plakative Wunschliste. An erster Stelle steht darauf die Forderung nach der Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes: „Die verbeamteten Lehrkräfte erwarten von der neuen Landesregierung ein erstes Zeichen echter Wertschätzung. Nicht zuletzt aufgrund ihrer hohen Motivation trotz enormer Arbeitsbelastung muss es künftig für alle Beamtinnen und Beamten wieder ein Weihnachtsgeld geben. Darum fordern wir die politisch Verantwortlichen der großen Koalition in Niedersachsen heute auf, diese Sonderzahlung in einen Nachtragshaushalt aufzunehmen und in der Folge dauerhaft zu verankern“, verlangt die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth.
Übergabe der Wunschliste an die Vertreter der Großen Koalition (v.l.n.r.): Rainer Fredermann (CDU), Frank Henning (SPD) und Dr. Christos Pantazis (SPD) mit der GEW-Landesvorsitzenden Laura Pooth und dem GdP-Vorsitzenden Dietmar Schilff.
 
Niedersachsen sei eines von nur drei Bundesländern, in denen Beamtinnen und Beamte (ab Besoldungsgruppe A 9) keinerlei Sonderzahlung zu Weihnachten erhalten, betont der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff: „Die Abschaffung des Weihnachtsgeldes im Jahr 2005 ist und bleibt ungerecht. Niedersächsische Polizeibeamtinnen und Beamte, die zuletzt am 2. Dezember wieder Schulter an Schulter mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern rund um den AfD-Bundesparteitag in Hannover den Rechtsstaat geschützt haben, sollten für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn bekommen“, fordert er. „Wir nehmen Ministerpräsident Weil beim Wort, der eine größere Wertschätzung der Polizeiarbeit bereits angekündigt hat. Das Weihnachtsgeld ist eine gute Möglichkeit, dieses Versprechen in die Tat umzusetzen. Die finanziellen Möglichkeiten sind gegeben“, so Schilff. „Nur, wenn die Arbeit wertgeschätzt wird, kann sich das Land Niedersachsen als attraktiver Arbeitgeber behaupten und mit der freien Wirtschaft und anderen Verwaltungen des öffentlichen Dienstes konkurrieren.“
Auf dem überreichten Wunschzettel sind daher weitere, dringende Forderungen der GEW und GdP aufgelistet: Ungeschmälerte Übertragung der Tarifergebnisse auf die Beamtinnen und Beamte, weitere Verbesserungen für besonders belastende Dienste, bessere Beförderungsmöglichkeiten für Polizeibeamtinnen und -beamte, Besoldung aller Lehrkräfte nach A 13/E 13 sowie mehr Perspektiven für Tarifbeschäftigte und Verwaltungsbeamtinnen und -beamten. „Im Sinne aller niedersächsischen Beamtinnen und Beamten sowie der Tarifbeschäftigten bei der Polizei und in den Bildungseinrichtungen werden wir Sie immer wieder daran erinnern“, kündigten die GEW-Landesvorsitzende Pooth und der GdP-Landesvorsitzende Schilff bei der Übergabe der „Wunschliste 2017“ vor dem Landtag an.
 
Laura Pooth mit den Oppositionsvertretern Jörg Bode (links, FDP) und Belit Onay (Grüne). Fotos: Hoffmann

GEW-Checkliste zur Landtagswahl

Veröffentlicht: Montag, 02. Oktober 2017

Die GEW Niedersachsen hatte im Vorfeld der Landtagswahl diejenigen politischen Parteien
um Auskunft zu wichtigen bildungspolitischen Fragen gebeten, die bisher im Landtag vertreten
waren oder Chancen haben, in diesen gewählt zu werden. Durch den vorgezogenen Wahltermin
und den daraus resultierenden Zeitdruck musste sich die GEW auf eine überschaubare
Zahl von Fragen beschränken. Diese sollten mit Ja oder Nein beantworten werden – nicht alle
Parteien haben sich jedoch daran gehalten, wie hier zu sehen ist. Die rechtspopulistische AfD
wurde nicht befragt, allerdings gibt es in der Auswertung eine kritische Auseinandersetzung
mit ihrer Bildungsprogrammatik.

Hier die Ergebnisse des Checks.