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Aktuelles

GEW: Kraftanstrengung für mehr Lehrkräfte nicht länger aufschieben

Veröffentlicht: Montag, 31. Juli 2017

Pressemitteilung vom 12. Juli 2017

Mit Blick auf die Studie „Demografische Rendite adé“ der Bertelsmann-Stiftung fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine energische Kraftanstrengung zur Sicherung des Lehrkräfte-Nachwuchses. „Die heute veröffentlichte Studie zeigt eindringlich, was, Lehrerinnen und Lehrer, Schulleitungen und Personalräte an vielen Orten in Niedersachsen und ganz Deutschland erfahren: Es wird immer schwieriger, die steigende Zahl von Schülerinnen und Schülern mit qualifizierten Lehrkräften zu versorgen“, sagte der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt. „Es muss jetzt schnell gehandelt werden. Es ist spät, doch nicht zu spät, die Probleme anzugehen. Klar ist jedoch: Ohne mehr Geld für Bildung – für Lehrkräfte, für eine Verbesserung des Studienangebots, für weiteres pädagogisches Fachpersonal sowie  die Sanierung und den Ausbau von Schulgebäuden – wird das nicht funktionieren“, mahnte er.

 

Besonders an Grundschulen, Haupt- und Realschulen sei der Mangel an Lehrkräften gravierend. Die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth fordert deshalb, die Lehrkräfte an allen Schularten gleich gut zu bezahlen. Derzeit verdienen Lehrkräfte an Grundschulen, Haupt- und Realschulen 400 bis 600 Euro weniger als die Gymnasiallehrkräfte. „A 13 Z / E13 für alle muss zum 1.8. 2018  kommen.“ Nur wer dieser Forderung nachkomme, meine es ernst damit, gegen den Mangel an Lehrkräften vorzugehen, sagt Laura Pooth mit Blick auf die Landtagswahlen.

 

Brandt warnte davor, den Lehrkräftemangel allein auf die Zuwanderung zu schieben. „Die Kinder von Einwanderern – Arbeitsmigrantinnen und –migranten wie Geflüchteten - sind nur ein Baustein in einer komplexen Situation.

Insbesondere die Pensionierungswelle, das überdurchschnittliche altersbedingte Ausscheiden vieler Lehrkräfte, ist den Verantwortlichen lange bekannt. Die GEW Niedersachsen hatte bereits im Jahr 2009 eine Studie von Prof. Klaus Klemm vorgelegt, die auf die drohende Personallücke durch die Pensionierungswelle verwies. Jährlich waren 4.200 Neueinstellungen nötig, die Zahl der Hochschulabsolventen lag aber nur bei 2.300. Die Regierung Wulff hatte dagegen erklärt: „Die Nachwuchsplanung für Niedersachsen Lehrkräfte ist langfristig abgesichert.“

 

Die schwarz/gelbe Landesregierung hatte die Anzahl der Studienplätze deutlich reduziert. Diese Fehlentscheidung muss korrigiert werden. „Es wird Zeit, dass in Göttingen und Hannover wieder für alle Schulstufen und Schulformen ausgebildet wird und dass die kleinen Hochschulstandorte (Hildesheim, Vechta und Lüneburg) aufgewertet werden“, erklärt der GEW-Landesvorsitzende.

Die Abbrecherquote von 40 Prozent, auf die Prof. Klemm 2009 hingewiesen hatte, ist nach wie vor eine der Hauptursachen für den strukturellen und aktuellen Nachwuchsmangel. „Das Wissenschaftsministerium hat bis heute alle GEW-Vorschläge zur Verbesserung der Studiensituation und der Lehrende im Lehreramtsstudium in den Wind geschlagen.“ kritisiert Eberhard Brandt.

 

Die heute vorgelegte Studie berücksichtigt nicht den zusätzlichen Personalbedarf für Sprachförderung, Inklusion und Ganztagsangebote. Die GEW warnt vor Abstrichen in diesem Bereich, wie sie der CDU-Spitzenkandidat Althusmann angekündigt hat.


 

V.i.S.d.P.:

Heidemarie Schuldt

Geschäftsführerin
 

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Kreismitgliederversammlung 2017

Veröffentlicht: Mittwoch, 15. März 2017
Pamela Hofmann neu im geschäftsführenden Vorstand

24 Gewerkschaftsmitglieder des Kreisverbandes Harburg trafen sich am 28. Februar in der Schule Boerns Soll in Buchholz zur KMV 2017.

Der Vorsitzende Kai Kobbe gab zu Beginn einen Überblick über die vielfältigen Tätigkeiten des Kreisvorstandes in den beiden Jahren 2015 und 2016:
Organisation und Werbung für die Personalratswahlen, zwei Seniorenveranstaltungen, Stellungnahmen zu aktuellen schulpolitischen Maßnahmen, Begleitung der Tarifverhandlungen – um nur einige Punkte zu nennen.

Harald Aron berichtete über die regelmäßigen Treffen und Aktivitäten der Fachgruppe Grundschulen. Er wies darauf hin, dass durch Pensionierungen die Zahl der Aktiven in der Fachgruppe in nächster Zeit stark zurück gehen wird. Die Leitung der Fachgruppe wird an Martina Sarge übergehen.

Unser Schatzmeister stellte die Rechenschaftsberichte für 2015 und 2016 getrennt vor.  Die beiden Rechnungsprüfer bestätigten jeweils die ordentliche und fehlerfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstandes. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Unter dem TOP „Was erwarten unsere Mitglieder von ihrer GEW?“ erhielt der Vorstand von den Teilnehmern viele Anregungen für Veranstaltungen und Aktivitäten.

Da auf der KMV 2016 nicht gewählt wurde, musste in diesem Jahr der ganze geschäftsführende Vorstand neu gewählt werden. Unter Leitung unseres langjährigen Mitglieds Günter Schulze wurden folgende Mitglieder gewählt:

Vorsitzender: Kai Koppe
stellvertretende Vorsitzende: Pamela Hofmann
stellvertretender Vorsitzender: Harald Aron
Schatzmeister: Wilhelm v. d. Knesebeck
Schriftführer: Hans-Peter Langreen

ein Kassenprüfer: Helmut Unger

Weiterhin wurden die LeiterInnen der Fachgruppen und Referate bestätigt (siehe „Wir im Kreisvorstand“).

Landkreis Harburg: Trotz Arbeit auf Hartz IV angewiesen

Veröffentlicht: Samstag, 28. Januar 2017
Pressemitteilung Nr.: 004/2017                Datum: 09.01.2017
 
Trotz Arbeit sind im Landkreis Harburg über 2.524 Menschen auf Hartz IV angewiesen

Im Landkreis Harburgsind derzeit 2.524 Menschen trotz Arbeit auf Hartz IV angewiesen. Eine große Zahl der Aufstockenden arbeitet in geringfügiger Beschäftigung. So haben 805 Aufstockende nur einen Minijob.