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Demonstration am Landtag: GEW will mehr Geld für Bildung

Veröffentlicht: Freitag, 28. September 2018

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat am 13. September bei einer Demonstration in Hannover mit knapp 3.000 Teilnehmenden deutlich höhere Bildungsinvestitionen in Niedersachsen verlangt. Während der Kundgebung am Landtag forderte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth eine Abkehr von der Schuldenbremse, die zur Bildungsbremse verkomme.
Der GEW-Kreisverband Harburg war mit zahlreichen Mitgliedern dabei. „Die Politik muss endlich handeln. Die Überlastung der Beschäftigten an den Schulen macht viele krank. Das darf nicht länger hingenommen werden“, sagt der Kreisvorsitzende Kai Kobbe. Zufrieden zeigte er sich mit der Beteiligung aus der Region, für deren Beteiligung der Kreisverband zwei Busse zur Verfügung stellen konnte.

In den Schulen gibt es schlicht zu wenige Lehrkräfte. Es fehlen auch pädagogische und therapeutische Fachkräfte. Viele Beschäftigte arbeiten bis zum Umfallen. Die Schuldenbremse verkommt zur Bildungsbremse. Es reicht!“, betonte Pooth vor zahlreichen Demonstranten auf dem hannoverschen Platz der Göttinger Sieben.
Anlässlich der ersten Landtags-Beratung zum Haushaltsentwurf 2019 forderte die GEW eine Anhebung der Besoldung für verbeamtete Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte von A 12 auf A 13 (Tarifbeschäftigte von E 11 auf E 13). Sie erhalten bisher monatlich bis zu 500 Euro brutto weniger als Lehrkräfte anderer Schulformen. Für die pädagogischen und therapeutischen Fachkräfte will die GEW ein Ende der Zwangsteilzeit erreichen. Weit mehr als 1.000 Beschäftigte dieser Berufe dürfen in Niedersachsen derzeit maximal 80 Prozent arbeiten. „Das ist ein hausgemachter Fachkräftemangel“, sagte Pooth. Außerdem verlangt die Gewerkschaft Entlastungen für Lehrkräfte, weil diese pro Jahr in Niedersachsen 2,47 Millionen unbezahlter Überstunden leisteten. Auch die Wiedereinführung der gestrichenen zweiten Unterrichtstunde Altersermäßigung will die GEW erreichen.
Bisher ist der Haushaltsplan noch kein großer Wurf. Wesentliche Elemente zur Behebung des Unterrichtsausfalls fehlen“, kritisierte Pooth.