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Kurzmeldungen

Kinderbetreuungskosten bei GEW-Veranstaltungen

Veröffentlicht: Donnerstag, 12. April 2018

Durch die Änderung unserer Satzung des KV Harburg Land ermöglichen wir Kolleginnen und Kollegen die Teilnahme an GEW-Veranstaltungen.
Wörtlich heißt es in der Satzung:

"Um Kolleginnen und Kollegen mit Kindern die Teilnahme an GEW-Veranstaltungen zu ermöglichen, kann die Übernahme der Kinderbetreuungskosten in ortsüblicher Höhe beantragt werden. Die Betreuungskosten sind zu belegen. Eine Übernahme der Kosten entfällt bei der Kinderbetreuung durch Erziehungsberechtigte, Familienangehörige und LebenspartnerInnen."

Scheut euch nicht in einem entsprechenden Fall einen Antrag an den Kreisvorstand zu stellen.

Schulgesetznovelle zu Inklusion, Einschulung und Sprachförderung mit Licht und Schatten

Veröffentlicht: Montag, 12. Februar 2018
Hannover, 24. Januar 2018: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen wendet sich gegen eine geplante Schulgesetzänderung, mit der die Umsetzung der Inklusion hinausgezögert würde.
Am 24. Januar hatte die Landesregierung im Landtag eine Schulgesetznovelle vorgelegt, durch die Förderschulen Lernen länger - bis ins Jahr 2028 - Bestand haben können. „Es ist keine Lösung, die Umsetzung der inklusiven Schule zu verzögern. Statt Doppelstrukturen, die Personal und finanzielle Mittel binden, brauchen wir die konsequente Umsetzung der Inklusion“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth am Rande des Landtagsplenums.
Die Einrichtung von Kooperationsklassen oder entsprechenden Lerngruppen an Regelschulen, die ausschließlich von Kindern mit Förderbedarf besucht werden sollen, lehnt die GEW ebenso ab. „Diese Form von Separation wäre ein Rückschritt“, betonte Pooth.
Mit dem vorliegenden Entwurf zur Änderung des Schulgesetzes soll zudem durch die Streichung des Begriffs „schulisch“ der Spielraum für die Weiterentwicklung der vorschulischen Sprachförderung erhöht werden. Die GEW teilt an diesem Punkt die Auffassung, dass diese nicht zwangsläufig durch Lehrkräfte durchzuführen sei. Allerdings müssten dabei in den vorschulischen Einrichtungen die entsprechenden Ressourcen bereitgestellt werden.
Eine weitere Gesetzesänderung, die das Einschulungsalter flexibler gestalten und ohne ein Zurückstellungsverfahren auskommen soll, heißt die GEW gut. „Hier wird eine Forderung der GEW erfüllt, die Eltern bessere Möglichkeiten zur Einschulung ihrer Kinder bietet“, bemerkte die Landesvorsitzende.

Durch Streikrecht Beamtenstatus modernisieren

Veröffentlicht: Montag, 12. Februar 2018
Hannover, 17. Januar 2018: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen erneuert ihre Forderung nach dem Streikrecht für verbeamtete Lehrkräfte.
Angesichts der mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht vom 17. Januar 2018, bei der die GEW zwei Klagende aus Niedersachsen vertritt, setzt sich die Landesvorsitzende Laura Pooth für den Erhalt und die Modernisierung des Beamtenstatus´ ein. „Der Beamtenstatus könnte durch das Streikrecht zeitgemäß angepasst werden, ohne ihn aufgeben zu müssen. Die vermeintlichen Vorteile gehören vielfach leider der Vergangenheit an“, sagte Pooth.
Der Dienstherr in Niedersachsen habe beispielsweise das Weihnachts- und Urlaubsgeld für Lehrkräfte komplett gestrichen und den Beschäftigten enorm viele zusätzliche Aufgaben aufgebürdet. „Bisher dürfen sich nur die Tarifbeschäftigten durch Streiks gegen die Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen wehren. Den Beamtinnen und Beamten fehlt dieses Druckmittel, um auf Augenhöhe mit dem Dienstherrn zu verhandeln“, erläuterte die GEW-Landesvorsitzende. In anderen europäischen Ländern gebe es das Beamtenstreikrecht ohne nennenswerte negative Auswirkungen für die Bürgerinnen und Bürger. „Auch bei Streiks stehen wir zu unserer pädagogischen Verantwortung, verlangen aber gleichzeitig ein Ende des Duckmäusertums“, betonte Pooth. Wer am Streikverbot festhalte, zementiere Obrigkeitsdenken und Willkür, sagte sie.
Zugleich wandte sich Laura Pooth gegen falsche Behauptungen, nach denen die GEW den Beamtenstatus abschaffen wolle: „Diese alten Märchen passen zum Denken vergangener Jahrhunderte und wenden sich gegen jeden Fortschritt“.