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Aktuelles

Die Auswertung der Arbeitszeitstudie liegt vor

Veröffentlicht: Montag, 01. August 2016
Ein Jahr lang haben ca. 3000 Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Niedersachsen ihre Arbeit minutengenau protokolliert und damit erstmalig eine differenzierte Arbeitszeitstudie möglich gemacht. Die GEW hat diese Niedersächsischen Arbeitszeitstudie für Lehrkräfte bei der Universität Göttingen in Auftrag gegeben, um unsere unsichtbare Arbeitszeit sichtbar zu machen und die Auseinandersetzung um die Unterrichtsverpflichtung und Entlastungsmöglichkeiten um fundierte Argumente zu bereichern.
Diese Auseinandersetzung wird in diesem Schuljahr noch stärker an Fahrt aufnehmen, da die Landesregierung im August eine Kommission einsetzen wird, die sich mit der Arbeitszeit und der Arbeitsbelastung der Lehrkräfte auseinandersetzen wird.
 

Gute GEW-Veranstaltung „Kollegiale Fallberatung“

Veröffentlicht: Montag, 09. Mai 2016

Am Dienstag, dem 3.5.16 trafen sich 12 Teilnehmer und Teilnehmerinnen in der Mühlenschule Holm Seppensen zur GEW Fortbildung.

Veronika Schulte vom klär-werk „Kommunikation und Mediation für Schulen“ referierte über das Thema „Kollegiale Fallberatung“.

Nach dieser theoretischen Einführung ins Thema lernten wir verschiedene Methoden der Fallberatung kennen.

Folgende interessante und bewährte Methoden wurden vorgestellt:
„Ideenfinden“, „Kopfstand-Brainstorming“, „Act-Storming“, „Resonanzrunde“ und „Gute Ratschläge“.

Danach konnten wir am Beispiel zweier Fälle aus der Praxis zwei unterschiedliche Methoden ausprobieren. Dabei wurde das Potential und das Wissen der Gruppe mit gleichem beruflichem Erfahrungshintergrund genutzt. Recht schnell wurden praxistaugliche Lösungen gefunden.

Wir hätten gerne noch weitere Fälle aus der Praxis bearbeitet, doch die Zeit machte uns einen Strich durch die Rechnung.

Es war eine gelungene Fortbildungsveranstaltung und eine gute Hilfe für unseren schulischen Alltag.

 

                                                     Harald Aron

Arbeitszeitstudie vs. Online-Befragung

Veröffentlicht: Montag, 29. Februar 2016

Die wissenschaftliche Arbeitszeitefassungsstudie der GEW und der Universität Göttingen läuft seit knapp einem Jahr. Ein Jahr lang notieren Kolleginnen und Kollegen exakt ihre Arbeitszeit für alle schulischen Aufgaben und Belange. Es machen etwa 250 Schulen und 3.000 KollegInnen in Niedersachesen mit. Dies entspricht ca. acht Prozent aller Schulen bzw. fünf Prozent aller Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen. Die Teilnahmequote bei Grundschulen, Gesamtschulen und Gymnasien ist auf jeden Fall ausreichend für repräsentative Ergebnisse, bei Haupt-/Real- und Oberschulen sowie Förderschulen wird es knapp, bei Berufsbildenden Schulen wird es exemplarische, aber keine repräsentativen Ergebnisse geben.
Aus unserem Landkreis sind es 9 Schulen ( GS Mühlenschule, GS Sprrötze-Trelde, GS Heidenau, GS Neu Wulmstorf,GS Tespe, GS Tostedt, GS Pattensen, Gym Am Kattenberge, GOBS Am Illlmer Barg) und im Bezirk Lüneburg 46 Schulen, die an dieser Studie teilnehmen.

Die Durchführung und Auswertung der Studie liegt bei der Uni Göttingen und geschieht unabhängig von der GEW.
Die Ergebnisse sollen am 1. August dieses Jahres vorgestellt werden.
Schon jetzt berichten teilnehmende Lehrkräfte, dass sie mehr als 47 Stunden wöchentlich arbeiten und dass sie überrascht sind, wie viel Zeit manche Aufgaben beanspruchen und wie viele unterschiedliche Aufgaben sie täglich bewältigen.

Während die Studie lief, hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht die verordnete Mehrarbeit an Gymnasien für rechtswidrig erklärt. Ein wichtiges Argument war, dass die Landesregierung keine sorgfältige Abwägung über die Folgen der Änderung und die Arbeitszeit der Lehrkräfte vorgenommen habe. Nach Überzeugung des OVG muss einer Festlegung der Unterrichtsverpflichtung eine tatsächliche Bestimmung der Gesamtarbeitszeit vorausgehen. Ohne eine solche Erhebung sei eine Arbeitszeitverordnung rechtswidrig. Die Ergebnisse der Studie werden daher einen großen Einfluss auf die zukünftige Gestaltung der Arbeitszeitverordnung haben, weil damit erstmals eine solide Basis auf Grundlage einer ganzjährigen und minutengenauen Erhebung besteht.

Nun führt das Kultusministerium noch vor den Sommerferien eine freiwillige Online-Befragung aller Lehrkräfte durch. Sie hat aber die Zielsetzung, Möglichkeiten der Verminderung von nicht-unterrichtlichen Aufgaben, wie Verwaltungsaufgaben zu erforschen. "Mehr Zeit für gute Schule, weniger Papierkram und Konzeptionitis" (http://www.mk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=1820&article_id=140570&_psmand=8) An eine Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung wird dabei nicht herauskommen (können).

Für uns als GEW steht eine Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung an erster Stelle. Das das notwendig ist zeigen die ersten Ergebnisse unserer Arbeitszeitstudie.